Die Pflegereform ist da – Die Lücke auch

Pflegedienst

Das Pflegestärkungsgesetz II ist wie geplant zum 1. Januar 2017 in Kraft getreten. Seit der Einführung der gesetzlichen Pflegeversicherung ist dies die bisher größte Reform. Es wurde ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff eingeführt und die gesetzlichen Leistungen verbessert. Neben körperlichen Einschränkungen werden nun auch kognitive und psychische Beeinträchtigungen der Menschen berücksichtigt. Im Fokus steht in Zukunft der Grad der Selbstständigkeit. Zudem werden aus drei Pflegestufen fünf Pflegegrade.

Private Vorsorge wird dennoch erforderlich bleiben
Die rund 2,7 Millionen Pflegebedürftigen in Deutschland werden mit Wirksamwerden der Reform automatisch in die fünf neuen Pflegegrade übergeleitet und müssen keinen neuen Antrag auf Begutachtung stellen. Alle, die bereits Leistungen von der Pflegeversicherung beziehen, erhalten diese auch weiterhin in gleichem Umfang. Im ambulanten und stationären Bereich erhöhen sich die Leistungen teilweise deutlich. Obwohl die gesetzlichen Leistungen infolge der Reform künftig teilweise besser sein werden, besteht weiterhin eine Versorgungslücke. Eine zusätzliche private Vorsorge bleibt daher unersetzlich. Denn tritt der Pflegefall ein, sind Einkommen und Vermögen in der Regel schneller aufgebraucht als gedacht. Häufig ist sogar das Wohneigentum in Gefahr, und darüber hinaus können der Ehepartner und unterhaltspflichtige Kinder zur Zahlung herangezogen werden.

Was gibt es für Pflegegrade?
Die Pflegegrade orientieren sich am Grad der Selbstständigkeit. Es gibt 5 Pflegegrade und die bisherige Unterscheidung zwischen Pflegebedürftigen mit körperlichen Einschränkungen einerseits und mit kognitiven und psychischen Einschränkungen (insbesondere Demenzkranke) andererseits wird dadurch wegfallen. Im Zentrum des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs steht der pflegebedürftige Mensch, seine Selbständigkeit und seine Fähigkeiten, unabhängig davon ob er wegen körperlichen, kognitiven oder psychischen Beeinträchtigungen auf die Unterstützung durch Andere angewiesen ist. Dadurch wird die Pflegeversicherung auf eine neue Grundlage gestellt.

Statt drei Pflegestufen gibt es jetzt fünf Pflegegrade. Diese bilden den Unterstützungsbedarf eines Menschen besser als bislang ab. Für die Pflegebedürftigkeit ist der Grad der Selbständigkeit eines Menschen ausschlaggebend und damit verbunden die Frage: Was kann er oder sie noch alleine und wo benötigt er oder sie Unterstützung?

  • Pflegegrad 1 – geringe Beeinträchtigung der Selbständigkeit
  • Pflegegrad 2 – erhebliche Beeinträchtigung der Selbständigkeit
  • Pflegegrad 3 – schwere Beeinträchtigung der Selbständigkeit
  • Pflegegrad 4 – schwerste Beeinträchtigung der Selbständigkeit
  • Pflegegrad 5 – schwerste Beeinträchtigung der Selbständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung
Vermögensrisiko bei häuslicher und stationärer Pflege
Wie groß eine Versorgungslücke im Pflegefall sein kann, wird mit den beiden folgenden Beispielen aufgezeigt. Das erste bei häuslicher, ambulanter Pflege und das zweite bei einem stationären Aufenthalt in einem Pflegeheim.
Die Versorgungslücke im Pflegefall - zwei Beispiele aus der Praxis

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Was hat der Progressionsvorbehalt mit Elterngeld zu tun

Steuererklärung

Es gibt zwar auch Einnahmen für den Steuerzahler die nicht versteuert werden müssen – jedoch wird dann meist die Steuerlast über einen Umweg mit der Steuerklärung aber doch erhoben. Der Grund dafür ist der sogenannte Progressionsvorbehalt, der den Steuersatz steigen lässt. Der Progressionsvorbehalt greift unter anderem beim Arbeitslosen- und dem Kurzarbeitergeld, dem Elterngeld und dem Kranken- sowie dem Übergangsgeld.

Dadurch erhöhen steuerfreie Einkünfte die Abgabe
Beispiel Elterngeld: Das Elterngeld an sich ist steuerfrei. Wenn der Bezieher oder dessen mitveranlagter Ehepartner aber noch andere Einkünfte hat, werden diese Einkünfte und das Elterngeld vom Finanzamt zusammengerechnet. Die Gesamtsumme bestimmt dann den Steuersatz, der für die Einkünfte ohne Elterngeld gilt. Der Steuersatz ist nun höher als ohne Bezug von Elterngeld, was am progressiven Steuertarif mit einkommensabhängig steigenden Steuersätzen liegt. Mit einem sogenannten Progressionsvorbehaltsrechner des Bayerischen Landesamtes für Steuern können die finanziellen Auswirkungen verdeutlicht werden. Hat etwa ein Ehepartner in diesem Jahr ein steuerpflichtiges Arbeitseinkommen von 45.000 Euro und der andere Ehepartner erhält 5.500 Euro Elterngeld, muss das zusammenveranlagte Paar 11.372 Euro Einkommensteuer zahlen. Dies sind 764 Euro mehr als ohne Progressionsvorbehalt. Dies ist allein die Folge davon, dass das Arbeitseinkommen von 55.500 Euro einem höheren Steuersatz unterliegt als ohne Bezug von Elterngeld.

Immer mehr Väter nehmen Elterngeld in Anspruch

Progressionsvorbehalt sorgt für niedrige Gesamtsteuerlast
Den höheren Steuersatz begründet der Gesetzgeber mit dem Gedanken der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Denn ein Paar, welches wegen des Elterngeldes zusammen 55.500 Euro zur Verfügung hat, steht finanziell besser da, als mit einem Einkommen von 45.000 Euro. Die Gesamtsteuerlast ist jedoch trotz der höheren Besteuerung des Arbeitseinkommens geringer, als wenn das Paar die kompletten 55.500 Euro versteuern müsste. Der Progressionsvorbehalt sorgt dafür, dass das Finanzamt den Steuerzahlern weniger tief in die Tasche greift, als bei einer Besteuerung des Elterngeldes mit dem normalen Steuersatz. Zum gleichen Effekt, wie bei Ehepaaren die einer Zusammenveranlagung unterliegen, kommt es, wenn alleinstehende Personen neben Einkünften mit Progressionsvorbehalt auch zu versteuernde Einkünfte wie Arbeitseinkommen aus der Zeit vor ihrer Elterngeldzeit oder etwa Kapitaleinkünfte haben. Für welche Einkünfte der Progressionsvorbehalt gilt, ist im Paragraph 32b des Einkommensteuergesetzes geregelt. Ist man als Steuerpflichtiger davon betroffen, wird man mit dem nächsten Steuerbescheid gegebenenfalls zur Steuernachzahlung verpflichtet.

Empfehlung:
Um nicht von einer größeren Steuernachzahlung überrascht zu werden, sollte man bei Progressionseinkünften monatlich bereits einen Teil der Einnahmen zur Seite legen. Mit dem Progressionsvorbehaltsrechner kann man dies im Vorfeld gut kalkulieren.

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Selbstbehalt bei einer privaten Krankenversicherung keine Sonderausgaben

Krankenkassenkarte

Bei Privaten Krankenversicherungsverträgen werden häufig Selbstbehalte vereinbart. Es wird damit festgelegt, wie hoch die Eigenbeteiligung bei ambulanten oder stationären Leistungen ist. Der Versicherte kann so den monatlichen Beitrag reduzieren und auch durch die Leistungsfreiheit eine Beitragsrückerstattung von seinem Versicherer erhalten. Je höher der Selbstbehalt ist, um so größer wird die Beitragsersparnis. Strittig war bisher, ob die Aufwendungen innerhalb des Selbstbehaltes einkommensteuerrechtlich als Sonderausgabe abziehbar sind.

Nur die Grundversorgung ist abzugsfähig
Die Beiträge zur sogenannten Basisversorgung in einer Krankenversicherung sind in vollem Umfang als Sonderausgaben abzugsfähig. Werden bei einer privaten Krankenversicherung Tarife gewählt, die einen bestimmten jährlichen Selbstbehalt vorsehen, sind die Beiträge geringer. Da diese Beitragsersparnis nur auf dem Selbstbehalt beruht, wurde argumentiert, dass die bis zur Höhe des Selbstbehaltes getragenen Krankheitskosten wie die Beiträge zur Versicherung als Sonderausgaben zu berücksichtigen wären. Der Bundesfinanzhof hat dieser Auffassung jedoch widersprochen. Das Gericht stellte klar, dass das Gesetz ausdrücklich nur einen Abzug von Beiträgen zur Krankenversicherung vorsieht. Darum handelt es sich bei den selbst getragenen Krankheitsaufwendungen aber nicht.

Krankheitskosten nach Alter und Geschlecht 2006

Krankheitsaufwendungen innerhalb vom Selbstbehalt sind außergewöhnlichen Belastungen
Die selbst getragenen Krankheitsaufwendungen können nur innerhalb des Selbstbehaltes im Rahmen der außergewöhnlichen Belastungen berücksichtigt werden. Dabei wird allerdings eine einkommens- und familienstandsabhängige zumutbare Belastung angerechnet, sodass sich die bis zum Selbstbehalt getragenen Krankheitsaufwendungen nicht oder nicht in voller Höhe steuerlich ansetzen lassen. Diese steuerliche Ungleichbehandlung im Verhältnis zum Abzug bei Krankenversicherungen ohne Selbstbehalt verstößt nach Meinung des Bundesfinanzhofes nicht gegen Verfassungsgrundsätze. Laut dem Bundesfinanzhof ist dieses Ergebnis die Konsequenz für die Freiheit, seinen Krankenversicherungstarif zu wählen und sich für die im Einzelfall voraussichtlich günstigste Versicherungsvariante zu entscheiden.

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Was ist eigentlich ein Basiskonto?

Gerichtsurteile

Jeder Verbraucher hat seit dem 18. Juni 2016 Anspruch auf ein sogenanntes Basiskonto, das ihm grundlegende Zahlungsgeschäfte ermöglicht. Dazu gehören Ein- und Auszahlungen in bar, Überweisungen, Daueraufträge, Lastschriften und Kartenzahlungen. Das Geldinstitut ist jedoch nicht verpflichtet, dem Besitzer eines Basiskontos auch einen Überziehungsrahmen einzuräumen.

Gesetzliches Recht auf Zahlungsgeschäfte für alle
Die gesetzliche Pflicht, für Verbraucher Basiskonten anzubieten, trifft alle Bankinstitute, welche auch für andere Verbraucher Zahlungskonten führen. Die Bankinstitute dürfen das Konto nicht an einen festen Wohnsitz des Antragstellers binden. Somit steht der Zugang zu einem Basiskonto auch Obdachlosen offen, die postalisch über Angehörige, Bekannte oder eine Beratungsstelle erreichbar sind. Asylsuchende und Personen ohne Aufenthaltsrecht, die nicht abgeschoben werden, können ebenfalls ein Basiskonto beanspruchen.

Die Bankinstitute sind jedoch nicht verpflichtet, das Basiskonto kostenfrei zu führen. Die gesetzlichen Vorgaben schreiben lediglich vor, dass das Entgelt „angemessen“ sein muss. Wie dies genau definiert wird, müssen möglicherweise Gerichte klären. Das Basiskonto muss mindestens Ein- und Auszahlungen in bar, Lastschriften, Überweisungen, Daueraufträge und Kartenzahlungen ermöglichen. Bietet das Bankinstitut auch die Möglichkeit an, ein Konto online führen zu können, so muss sie dies auch für das Basiskonto anbieten.

Anzahl der Girokonten in Deutschland im Jahr 2015 nach Bankengruppen

Die Legitimation kann von den Bankinstituten gefordert werden
Ein Bankinstitut kann eine Kontoeröffnung auch ablehnen, wenn beispielsweise der Antragsteller bereits ein anderes Basiskonto in Deutschland hat oder er sich nicht ausweisen kann. Jedoch darf wegen fehlender Bonität oder einer schlechten Schufa-Auskunft ein Antragsteller nicht abgewiesen werden.
Wenn ein Bankinstitut dennoch einen Kontoeröffnungsantrag ablehnt, hat der Betroffene die Möglichkeit, sich bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) zu beschweren. Dazu gibt es ein gesetzlich vorgesehenes Formular. Für den Beschwerdeführer ist das Bafin-Prüfverfahren kostenfrei. Wenn der Antrag zu Unrecht abgelehnt wurde, wird durch die Bafin die Konteneröffnung gegenüber dem Bankinstitut angeordnet.

Die Rechtsgrundlage für die Basiskonten ist das Zahlungskontengesetz. Viele Verbraucher hatten bis dahin keinen Zugang zu einem eigenen Girokonto. Dies hatte zur Folge, dass sie hohe Gebühren für Bar-Überweisungen zahlen mussten und Schwierigkeiten hatten, Gehälter oder Sozialleistungen zu empfangen. Für die Einrichtung ist es erforderlich, bei einer Bank einen Antrag auf Eröffnung eines Basiskontos zu stellen. Hierfür soll das gesetzlich vorgesehene Formular verwendet werden, dass die Bank dem Verbraucher kostenfrei zukommen lassen muss. Wenn das Bankinstitut auch einen Internetauftritt hat, so muss das Formular dort auch zum Abruf zur Verfügung stehen.

zum Beschwerdeformular – Basiskonto

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Fördermittel für Neubau und Umbau

Zuschüsse

Wer eine Immobilie kauft oder baut, steckt meist viel Geld in das Vorhaben. Die derzeitige Bauministerin Barbara Hendricks plant deshalb in Gegenden mit knappem Wohnraum Familien finanziell zu unterstützen. Für Neubau-und Umbaumaßnahmen bei Immobilien gibt es aber auch schon jetzt unterschiedliche Förderprogramme, die man als Bauherr nutzen kann.

Käufer und Eigentümer profitieren von verschiedenen Förderprogrammen
Immobilienkäufer und Immobilieneigentümer können von mehreren Fördertöpfen partizipieren. Dazu eine Auswahl der Möglichkeiten:

Niedrig verzinste Darlehen oder Zuschüsse
Privatpersonen haben die Möglichkeit niedrig verzinste Darlehen und Investitionszuschüsse bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu beantragen. Die angebotenen Förderprogramme eignen sich für Neubauprojekte und auch für Renovierungsprojekte. Wer als Eigentümer seine Immobilie modernisieren, einbruchssicher oder altersgerecht umbauen möchte, kann förderberechtigt sein. Wichtig zu wissen ist, dass man den Antrag vor Beginn der Baumaßnahme stellen und bei seinem Vorhaben die vorgegebenen Standards der KfW einhalten muss.

Jedes dritte Eigenheim ist renovierungsbedürftig

Für erneuerbare Energien
Für die Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmebereich gibt es Zuschüsse vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa). Privatpersonen können allerdings erst nach der Inbetriebnahme der Wärmepumpe die Basisförderung im Gebäudestand stellen. Dies wird über den Heizungsbauer beantragt und muss innerhalb von neun Monaten erfolgen. Erstellt man einen Neubau, kann die Innovationsförderung beantragt werden. Dies muss jedoch vor Beginn des Vorhabens erfolgen.

Unverzinste Darlehen
Für den Erwerb einer Immobilie oder für Umbaumaßnahmen bieten auch die Bundesländer und teilweise Kommunen für Privatpersonen Zuschüsse an. Oft gibt es spezielle Maßnahmen für Familien, beispielsweise mit unverzinsten Darlehen. Der Antrag zu diesen Fördersummen muss meist vor Beginn der Maßnahme gestellt werden und ist in der Regel pro Jahr begrenzt. Die Wohlfahrtsverbände und Wohnberatungsstätten können hier mit Informationen zu Fördermaßnahmen unterstützen.

Um sich in dieser Vielzahl von Fördermaßnahmen zu recht zu finden, ist die Fördermitteldatenbank von www.foerderdata.de der febis Service GmbH sehr hilfreich.
Hier gelangen Sie zur Fördermitteldatenbank

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Bei guten Vorsätzen auch an die Finanzen denken

Brutto-Netto

In das neue Jahr startet fast jeder mit guten Vorsätzen. Die private Haushaltskasse wird dabei meist vergessen, wobei jetzt die Zeit wäre, mögliche Einsparmöglichkeiten auszuloten. Vor allem Menschen, bei denen das Geld immer knapp ist, sollten den Jahreswechsel nutzen, um ihre Finanzen besser in den Griff zu bekommen. Um sich unnötigen Finanzausgabenausgaben zu entledigen, gibt es hier sieben einfache Tipps.

Jahreskalender
Fast jedem ist es schon einmal passiert, dass man den Kündigungstermin für einen nicht mehr benötigten oder zu teuren Vertrag verpasst hat. Manchmal handelt es sich um eine früher einmal sinnvolle Reiseversicherung, eine ruhende Mitgliedschaft im Fitnessclub, ein überteuerter Strom- oder Handyvertrag. Um aus diesen Verträgen heraus zu kommen, muss man sich jetzt schon den nächst möglichen Kündigungstermin notieren. Der Geld und Haushalt – Beratungsdienst der Sparkassen-Finanzgruppe bietet hierfür einen praktischen kostenlosen Haushaltskalender an. In diesen können Verbraucher alle ihre Fixkosten termingenau in Listen eintragen und den eigenen Einnahmen gegenüberstellen.

Mehr Informationen zum Haushaltkalender, bzw. die Downloadmöglichkeit gibt es unter: https://www.geldundhaushalt.de/Ratgeber/Planungshilfen/haushaltskalender.html

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Versicherungscheck
Unnötige Versicherungskosten reißen oft ein nicht unerhebliches Loch in die Haushaltskasse. Der Grund dafür ist, dass viele Verbraucher ihre Versicherungsverträge im Ordner verstauben lassen, statt sie von Zeit zu Zeit zu überprüfen. Tarifvergleiche zeigen, dass mit einem Anbieterwechsel oft ein größerer Betrag an Ersparnis erzielt werden kann. Wichtig ist auch, die Verträge an veränderte Lebensverhältnisse anzupassen. Wenn zwei Versicherte geheiratet haben, können sie eine von zwei Hausrat-Versicherungen kündigen. Dies gilt auch für Paare ohne Trauschein, die an einem gemeinsamen Wohnsitz zusammenleben. Für die Privat-Haftpflicht, den Reisekranken- und Rechtsschutz reicht für Unverheiratete mit gemeinsamen Wohnsitz oft ebenfalls eine gemeinsame Versicherung aus. Dies gilt auch für Verheiratete. Eine Finanzanalyse ist hier eine sehr gute Möglichkeit eine Preis- und Leistungsübersicht zu erhalten.

Mehr Informationen zu einem Versicherungsvergleich gibt es unter:
https://www.efinanz24.de/index.php/haftpflichtversicherung.html
https://www.efinanz24.de/index.php/hausratversicherung.html
https://www.efinanz24.de/index.php/kfz-versicherung.html

Energiekosten
Mit ein paar einfachen Kniffen kann hier ebenfalls bares Geld eingespart werden. Ein Beispiel ist der Kühlschrank: Dieser muss nicht eiskalt sein, denn eine Temperatur von sieben Grad reicht aus. Ist das Kühlgerät nur 2 Grad kälter eingestellt, erhöht sich der Stromverbrauch um etwa 10 Prozent. Auch durch regelmäßiges Abtauen werden die Kosten verringert. Ein weiteres Beispiel ist die Heizung: Jedes Grad weniger im Zimmer senkt den Energieverbrauch um 6 Prozent. Auch hier kann mit einem Tarifvergleich des Strom- oder Gasanbieters bares Geld eingespart werden.

Mehr Informationen zu einem Strom- oder Gasanbietervergleich gibt es unter:
https://www.efinanz24.de/index.php/stromanbietervergleich.html
https://www.efinanz24.de/index.php/gasanbietervergleich.html

Ansparen statt Kredit
Wenn im Laufe des Jahres eine größere Anschaffung oder ein Urlaub ansteht, was nicht aus dem laufenden Gehalt oder dem Ersparten bezahlt werden kann, ist Ansparen sinnvoll. Wer 50 oder 100 Euro monatlich beiseite legt, hat später keinen Zwang einen Ratenkredit aufnehmen zu müssen, der dann Zinsen kostet. Das Sparen hat noch einen zweiten Vorteil: Wer es nicht schafft, jeden Monat beispielsweise 50 Euro beiseite zulegen, kann sich das Vorhaben eigentlich nicht leisten. Gibt es keine entsprechende Gehaltserhöhung, wird es auch schwer möglich sein, die Kreditrate in dieser Höhe zurückzahlen. In so einem Fall sollte man gut überlegen, ob man sich wirklich verschulden will.

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Belege-Mappe
Erst am Jahresende zeigt sich oft, dass sich das Sammeln von Belegen lohnt. Nimmt man als Beispiel die Zuzahlungen bei der gesetzlichen Krankenkasse: Hier hat der Versicherte die Möglichkeit, sich ab einer bestimmten Höhe von den Zuzahlungen befreien zu lassen. Auch wenn anfangs ein Überschreiten dieser Grenze nicht absehbar ist, so können unvorhergesehene Zuzahlungen für Medikamente oder Klinik-Aufenthalte im Jahresverlauf dazu führen. Auch für das Finanzamt zahlt sich das Anlegen einer Belege-Mappe aus. So können gesammelte Rechnungen für Handwerker, Haushaltshilfen, die Kinderbetreuung oder Arbeitskleidung und -mittel die Steuerlast reduzieren.

Online-Haushaltsbuch
Wenn man sparen will, muss man wissen, wohin das Geld tagtäglich verschwindet. Da das althergebrachte Haushaltsbuch vielen zu antiquiert erscheint, gibt es vom Geld und Haushalt – Beratungsdienst der Sparkassen-Finanzgruppe auch eine Online-Variante, welche per PC, Smartphone oder Tablet geführt werden kann. Die Empfehlung dazu: Alle Kassenbons in einer Box sammeln und die Beträge abends oder unterwegs gleich online eintragen, um schon nach wenigen Wochen gezielt Einsparpotenziale aufdecken zu können.

Mehr Informationen zum Online-Haushaltkalender gibt es unter:
https://www.geldundhaushalt.de/online-planer/finanzchecker.html

Konsumverhalten
Da aber offline oder online Haushaltsbücher – wie andere gute Vorsätze auch – meist schnell als lästig beiseitegeschoben werden, kann ein Überdenken der Konsum-Gewohnheiten möglicherweise mehr einbringen. Dabei sollte sich jeder überlegen, wofür nebenher Geld ausgegeben wird, ohne einen Kassenbon zu bekommen. Ein belegtes Brötchen hier, der Coffee to go da: Das ist viel teurer, als sich von Zuhause für unterwegs etwas mitzunehmen.

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Schluss mit günstig: Die Kontoführungsgebühren kehren zurück

Beitragszahlung

Kostenlose Girokonten waren in den vergangenen Jahren bei zahlreichen Banken Usus. Viele Direktbanken boten ihren Kunden grundsätzlich ein Gratiskonto an und auch die Filialbanken machten mit, wenn auch häufig erst ab einem bestimmten monatlichen Geldeingang. Nun ist damit weitgehend Schluss. Immer mehr Geldinstitute führen die Kontoführungsgebühren wieder ein.

Die anhaltend niedrigen Zinsen machen den Banken nach wie vor zu schaffen. Im März 2016 entschied sich die Europäische Zentralbank (EZB) dazu, den Leitzinssatz auf Null Prozent zu senken. Durch diese Maßnahme können sich die Banken zwar sehr günstig Geld bei der EZB leihen. Doch dieser scheinbare Vorteil hat auch einen gravierenden Nachteil. Früher zahlte die EZB für Geldeinlagen Zinsen. Das ist nun vorbei. So können die Banken mit ihren Geldeinlagen kaum mehr Gewinne erwirtschaften. Im Gegenteil, sie zahlen sogar Strafzinsen, wenn sie ihr Geld bei der Europäischen Zentralbank lagern. Der Hintergrund ist die schwächelnde Wirtschaft im Euro-Raum. Mit dem niedrigen Zinssatz will die EZB Banken dazu animieren, sich Geld zu leihen und dieses ebenso günstig an die Verbraucher weiterzugeben. Diese sollen damit wiederum den Konsum ankurbeln und ihr Geld möglichst nicht auf Sparkonten parken.

Kreditausfälle kompensieren
Und der niedrige Zinssatz hat noch eine weitere Auswirkung. Die Banken erwirtschaften mit klassischen Geldgeschäften kaum noch Gewinne. Im Gegenzug zahlen sie jedoch immer mehr für das Filialnetz und Personal. So bricht vielen Banken langsam, aber sicher das Eigenkapital weg, das sie für etwaige Kreditausfälle benötigen. Für sie ist daher Vorsicht angebracht. Anstatt nun Kredite zu den geplanten günstigen Konditionen zu vergeben, parken zahlreiche Geldinstitute ihr Kapital lieber bei der EZB und nehmen die Strafzinsen in Kauf. Zugleich sind sie dazu gezwungen, sich die Gewinneinbrüche von ihren Kunden zurückzuholen – und zwar in Form von Gebühren. Experten zufolge lassen sich durch die Gebühren für Girokonten rund 8,7 Milliarden Euro einnehmen.

Die Gebühren kehren zurück
So können sich aktuell immer weniger Kunden über kostenlose Girokonten freuen. Einige Banken erheben nach wie vor bei hohen Geldeingängen keine Gebühren, auch junge Leute können oftmals von einem kostenlosen Konto profitieren. Alle anderen werden nun wieder zur Kasse gebeten. Für diese Gruppe der Verbraucher kann sich daher ein Bankenwechsel lohnen. Vor allem die Direktbanken werden nun noch interessanter. Da sie keine hohen Personal- und Filialkosten haben, können sie es sich vielfach noch leisten, kostenlose Konten anzubieten.

Wechsel des Kontos wird einfacher
Wer mit dem Gedanken spielt, die Bank zu wechseln, sollte sich daher überlegen, ob er auf eine persönliche Betreuung verzichten und seine Geldgeschäfte in Zukunft online und per Telefon erledigen kann. Im Gegenzug lässt sich so viel Geld sparen. Zumal ist ein Kontenwechsel seit September 2016 wesentlich einfacher geworden. Der Gesetzgeber hat entschieden, dass die Banken dazu verpflichtet sind, bei einem Wechsel des Girokontos alle Geldein und -ausgänge an die neue Bank zu übermitteln und zwar für die vergangenen 13 Monate. Dies lag zuvor beim Kunden und war mit ein Grund dafür, weshalb viele Verbraucher einen Kontenwechsel nicht in Erwägung zogen. So spricht nun noch ein Grund mehr dafür, zu einem günstigeren Konto umzuziehen.

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Unverzichtbar – die private Haftpflichtversicherung

Gerichtsurteile

Im Jahr 2014 haben nach Angaben des GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V) rund 15 Prozent der deutschen Haushalte auf eine private Haftpflichtversicherung (PHV) verzichtet. Ein Leichtsinn, der schnell zum finanziellen Aus führen kann. Denn im Falle der Fälle haftet der Verursacher lebenslang in unbegrenzter Höhe. Und ein Schadensfall tritt manchmal schneller ein, als gedacht – aus Leichtsinn, Vergesslichkeit oder nach einer kleinen Unachtsamkeit. Vom Kleinkind- bis ins Rentenalter bietet eine Haftpflichtversicherung weltweiten Rundumschutz. Selbst die Stiftung Warentest empfiehlt: „Wer noch keine Privathaftpflichtversicherung hat, sollte unbedingt eine abschließen“.

Die wichtigste Versicherung garantiert Sicherheit im Fall der Fälle
Den Kern der Leistungen der privaten Haftpflicht bildet ihre Befreiungsfunktion. Das heißt: Im Falle eines Schadens befriedigt sie berechtigte Ansprüche. Die PHV hat darüber hinaus aber auch eine Prüfungsfunktion. Sie prüft also zunächst die Frage der Haftung. Sind Ansprüche unberechtigt, wehrt sie diese im Rahmen ihrer Rechtschutzfunktion ab – gegebenenfalls sogar vor Gericht.

Verbreitung Privathaftpflichtversicherung

Was leistet die private Haftpflichtversicherung
Wer schuldhaft einem anderen einen Schaden zufügt, ist durch das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) verpflichtet, Ersatz zu leisten. Unbegrenzt, ein Leben lang mit dem gesamten Vermögen! Diese Last kann ein einzelner nicht schultern. Eine Privathaftpflichtversicherungen ist deshalb ein zuverlässiger Schutzengel im Alltag und bietet Singles, Familien und Senioren eine umfassende Sicherheit im Schadensfall. Die Grundabsicherung für Personen-, Sach- und Vermögensschäden sollte pauschal mindestens 5 Millionen Euro betragen. Die Versicherer bieten heute meist 2 bis 3 Leistungsklassen an. Die Basisleistung ist im Regelfall nur eine Grundabsicherung. Hier fehlen wichtige Leistungen wie beispielsweise der Verlust fremder privater und beruflicher Schlüssel, Gefälligkeiten, Forderungsausfalldeckung oder Mitversicherung von deliktunfähigen Kindern. Deshalb sollte man nicht nur auf den Beitrag achten, sondern auch die Leistungen im Blick haben.

Alle Risiken lassen sich mit einer privaten Haftpflichtversicherung jedoch nicht abdecken
So brauchen Besitzer von Hunden und Pferden eine Tierhalterhaftpflichtversicherung und Bauherren eine Bauherrenhaftpflichtversicherung. Für Privatperson können beispielsweise die hier folgenden Bereiche relevant sein:

  • Tierhaftpflichtversicherung ( für Hunde- und Pferdehalter)
  • Bauherrenhaftpflicht (für Um- oder Neubaumaßnahmen)
  • Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht (z.B. aufgrund unterlassener Gehwegreinigung)
  • Jagdhaftpflicht (für alle Jäger mit Jagdschein verpflichtend)
  • Luftfahrthaftpflicht (Pflicht beim Betrieb von Luftfahrzeugen)
  • Wassersporthaftpflicht (Pflicht für alle Wassersport-Fahrzeuge)
  • Vereinshaftpflicht (für Schäden die direkt dem Verein zuzurechnen sind)
  • Lehrer- bzw. Diensthaftpflicht
  • Berufshaftplicht (z.B. Ärzte)

Diese Aufstellung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern wenden Sie sich bei Bedarf für eine Risikoanalyse an einen Fachmann.

Was sollte man im Schadensfall beachten
Ein Schadensfall sollte unverzüglich an den Versicherer gemeldet werden. Schildern Sie die Umstände, die zum Schaden geführt haben, wahrheitsgemäß und genau. Ganz wichtig: Geben Sie kein Schuldeingeständnis ab, da die Entschädigungsprüfung dem Versicherers obliegt. Der Versicherer kann bei einem Schuldeingeständnis die Leistung versagen.

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Zwischen Fed und EZB: Warum Immobilieninteressenten zeitnah eine Baufinanzierung realisieren sollten

amerikanische Notenbank Fed

Immobilieninteressenten finden, trotz der jüngsten Zinsanstiege, nach wie vor sehr günstige Finanzierungsbedingungen vor. Doch bleibt das Baugeld weiter so billig? Und wie könnten (geld-)politische Entscheidungen etwa in den USA und Europa die Zinsen beeinflussen? Wie sind die aktuellen Entwicklungen und was bedeuten diese für die Baufinanzierung.

Donald Trump bewegt die Märkte
Vom Börsenschreck zum Hoffnungsträger? Nach dem für viele Beobachter überraschenden Sieg von Donald Trump bei der US-Präsidentschaftswahl Anfang November 2016, setzten einige Börsen zunächst zur Talfahrt an, machten diese Anfangsverluste aber wieder schnell wett. Der amerikanische Leitindex Dow Jones kletterte im Nachgang sogar auf neue Höchststände.

Entwicklung Baufinanzierungszinsen 2004 bis 2016

Weiterhin attraktive Refinanzierungsbedingungen für Kreditinstitute
Zunächst hatte die Sorge über eine wirtschaftsfeindliche Politik des Republikaners überwogen, einem erklärten Gegner des Freihandels. Doch insgesamt positive US-Konjunkturdaten und Trumps Ankündigung, die Wirtschaft mit Investitionsprogrammen und Deregulierung voranzubringen, gaben den Märkten Auftrieb. Trotz dieses „Trump Jump“ finden Kreditinstitute nach wie vor attraktive Refinanzierungsbedingungen vor, was letztlich zu weiterhin sehr günstigen Zinsen für Hypothekendarlehen führt.

Impulse von den Notenbanken
Wie werden sich die Zinsen für Immobilienkredite entwickeln? Den Takt gibt dabei unter anderem die amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) vor, die den Leitzins spätestens 2017 anheben dürfte. Im Sog steigender US-Zinsen dürften im kommenden Jahr auch im Euroraum die langfristigen (Hypotheken-)Zinsen zulegen, wenngleich auch nur in begrenztem Maße. Eine fundamentale Veränderung sollte es erst 2017 geben, wenn es mehr Deutlichkeit zum Brexit-Beschluss Großbritanniens und einem möglichen Ende des Anleihekaufprogramms der Europäischen Zentralbank gibt.
Ende Oktober 2016 hatte die Europäische Zentralbank (EZB) angekündigt, ihre expansive Geldpolitik fortzusetzen. Demnach sollen im Zuge ihres Anleihekaufprogramms Transaktionen mit einem Volumen von derzeit monatlich rund 80 Millionen Euro bis mindestens zum Frühjahr 2017 getätigt werden. EZB-Chef Mario Draghi will dadurch Investitionen und die weiterhin stockende Konjunktur in der Europäischen Union ankurbeln. Es ist unwahrscheinlich, dass Draghi kurzfristig umschwenkt. Zinsexperten prognostizieren, dass bei einer anhaltend lockeren Geldpolitik, einem steigenden Sicherheitsbedürfnis und dauerhaft niedriger Inflation dürften, im Gegensatz zu den USA, die zehnjährigen Bundrenditen in der Tendenz jedoch kaum steigen.“

Mehr Platz für die Familie schaffen

 

Baufinanzierungen jetzt unter Dach und Fach bringen
Mit Blick auf das nach wie vor sehr niedrige Zinsniveau und die Aussicht auf einen möglicherweise mittel- bis langfristigen Zinsanstieg rechnet es sich für Immobilieninteressenten und bestehende Baufinanzierer, eine Baufinanzierung bzw. Anschlussfinanzierung unter Dach und Fach zu bringen. Dennoch sollte man mit Schnellschüssen warten und Wert darauf legen, das Finanzierungsvorhaben sorgfältig zu planen. Denn ob ein Baukredit günstig ist, hängt nur zum Teil von der Höhe der Zinsen ab. Vielmehr ist entscheidend, ob die Finanzierung die individuellen Voraussetzungen und persönlichen Zielsetzungen des Baufinanzierers berücksichtigt. So sollte man verschiedene Zinsbindungs- und Tilgungsszenarien durchzuspielen. Das gibt einen Anhaltspunkt dafür, welche Zinsspanne und Darlehenshöhe jeweils die richtige ist.

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Rendite im Zeitalter der Digitalisierung

Finanztipps

Die Digitalisierung und Vernetzung halten einen unaufhaltsam Einzug in unser Leben. Dabei geht es nicht nur um Google, Facebook & Co. Jenseits unserer alltäglichen Wahrnehmung erlebt die Industrie eine neue Revolution. Industrie 4.0 ist das Zauberwort – ein Aspekt den Anleger nicht außer Acht lassen sollten.

Industrie profitiert von der Digitalisierung
Die Entwicklung schreitet rasant voran: Google, Facebook und Amazon sind nur einige Beispiele, wie Vernetzung und Digitalisierung unseren Alltag verändert haben. Der größte Nutznießer ist dabei jedoch die Industrie. Sie erlebt eine neue Art der industriellen Revolution: Automatisierung und Digitalisierung verändern die Art der Produktion und eröffnen bisher ungeahnte Möglichkeiten. Als Beispiel für die sogenannte Industrie 4.0 können die selbstfahrenden Autos von Tesla Motors genannt werden. Noch sind diese nicht serienreif, aber sie sind in den Rahmen des Machbaren und wohl bald Realisierbaren gerückt – vor einigen Jahren noch undenkbar.

Internationaler Vergleich der Roboter-Dichte

Leistungsfähigkeit der Mikroprozessoren sogt für weiteren Vorschritt
Und dann ist da noch Da Vinci. Kein Maler und doch ein Künstler der Seinesgleichen sucht. Ein Roboter, der autark komplizierteste chirurgische Operationen hochpräzise am Menschen durchführen kann. Eine Erfindung die in den Kinderschuhen steckt? Keineswegs! Der Roboter ist schon seit Jahren im Einsatz und bringt es weltweit bislang auf sagenhafte zwei Millionen erfolgreiche Operationen. Der Grund für die rasante Entwicklung der Industrie liegt in den Mikroprozessoren. Sie haben in den letzten Jahren rasant an Leistungsfähigkeit zugenommen und so Automatisierungs- und Produktionsprozesse weiter optimiert. Der Weg in der Zukunft ist eindeutig. So sorgt der Aufstieg der Schwellenländer für eine rasante Zunahme nach Robotern. China beispielsweise beklagt mittlerweile steigende Lohnkosten. Die logisch Konsequenz: Das Reich der Mitte investiert massiv in Robotertechnologie. Eine Technologie die es selbst nicht beherrscht – zur Freude westlicher Firmen, die auf diesem Gebiet einen jahrzehntelangen Vorsprung haben.

Fazit:
Im Gegensatz zur Tec-Blase zur Beginn des Jahrtausends handelt es sich bei Industrie 4.0 nicht einfach um ein Schlagwort. Damals wurden Börsenkurse durch zukünftige Erwartungen bestimmt. Heute sind die hier relevanten Unternehmen fest in der Wertschöpfungskette moderner Industrieproduktion integriert. Für Anleger eröffnet diese zukunftsweisende Entwicklung neue Perspektiven – insbesondere im Hinblick auf eine optimale Portfoliozusammensetzung.

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